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Sonderausstellung "Luise. Archäologie eines Unrechts"

Ort
Kreismuseum Wewelsburg
Sonderausstellungsraum

Veranstalter
Kreismuseum Wewelsburg in Kooperation mit dem DemokratieBüro "Vielfalt lieben" und "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Termine
Do, 22.09.2022 - So, 27.11.2022

Sonderausstellung "Luise.Archäologie eines Unrechts"

Stefan Weger (*1986 in Bremen) gibt einen Einblick in die Geschichte des polnischen Zwangsarbeiters Walerian Wróbel und der Bauerstochter Luise, seiner Urgroßmutter, welche auf tragische Weise zum Schicksal des minderjährigen Zwangsarbeiters beigetragen hat. Dem Ansatz der research-based photography folgend, sucht er als Teil der vierten Nachkriesgsgeneration nach neuen Antworten auf die Fragen nach Schuld und Verantwortung sowie nach zeitgemäßen Formen des Erinnerns an das Unrecht im Nationalsozialismus - gerade als Nachfahre der Tätergesellschaft.

An drei Tagen (8.10./20.11./27.11.) steht Stefan Weger zum Gespräch rund um seine Arbeit an der Ausstellung, der Familiengeschichte und der Fotografie bereit.

„Du weißt, dass das Luise war?“
Fałków, 1941. Der junge Pole Walerian Wróbel wird aus seiner Heimat zur Zwangsarbeit auf einen Hof bei Bremen verschleppt. Dort bleibt er nur 10 Tage, hat Sprachprobleme, bekommt Heimweh. Als die Scheune brennt, lässt die Bäuerin Luise Walerian von der Gestapo abholen. Er wird ins KZ Neuengamme gebracht. Am 25. August 1942 wird Walerian im Alter von 17 Jahren hingerichtet.

Stefan Weger ist der Urenkel von Luise. Er ist Fotograf und Künstler und hat die eigene Familiengeschichte recherchiert und in „Archäologie eines Unrechts“ veröffentlicht. Bis zu dieser Ausstellung war es ein, langer, schwieriger Weg: Die Spurensuche nach Familienfotos, Akten, Informationen und dem historischen Ort, wo einst der Bauernhof stand und heute regelrecht Gras über alles gewachsen ist. Das Ergebnis dieser Spurensuche ist ein visueller Zugang zu seiner Familiengeschichte rund um das Schicksal Walerian Wrobels im Nationalsozialismus. Tatbeteiligte, Mitläufer:innen oder Zuschauer:innen in der Familie zu haben, ist durchaus wahrscheinlich, wenn die eigenen Vorfahren im nationalsozialistischen Deutschland lebten. Widerstand leisteten nur wenige. Wie gehen die Nachkommen mit ihrem (Nicht)Wissen um? Die Ausstellung blickt nicht nur auf die familiäre Erinnerung, sondern stellt auch essenzielle Fragen an die Erinnerungskultur und die eigene Verantwortung mit dem Umgang der NS-Zeit.

Ansprechpartnerin

DemokratieBüro

Victoria Evers
Tel.: +49 2955 7622-17

E-Mail senden

Anschrift

Kreismuseum Wewelsburg
Demokratie-Büro
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

Kontakt

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Fax: +49 2955 7622-22
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